Aufklappblitz pimpen: DIY-Diffusoren für weiches Licht

Der Blitz ist ein mächtiges Werkzeug in der Fotografie. Oftmals ist er der ausschlaggebende Faktor, ob ein Bild aus technischer Sicht als gelungen oder dilettantisch wahrgenommen wird. Besonders der kameratinterne Aufklappblitz ist nicht unbedingt ein Garant für optimale Ausleuchtung – im Gegenteil: der frontale Blitz erzeugt harte Schatten, die dem Bild den Hauch eines billigen Schnappschusses verleihen. Nichts verschandelt ein Portrait mehr, als direktes Blitzlicht in Verbindung mit harten Schatten.

Für Studio- und Systemblitze sind Diffuser und Softboxen, die das Licht Formen und verändern, in vielen Situationen ein Pflichtzubehör.  Doch was tun, wenn man nur den kamerainternen Aufklappblitz zur Verfügung hat?

Luftballon als Diffusor (Quelle: Koldunov Brothers)

Letztendlich geht es darum, das Licht zu streuen. Hier bieten sich opake Materialien an, die vor dem Blitz gehalten werden. Gut geeignet dafür sind: Pergamenttüten (Butterbrottüten), dünne Papiere, dünnwandige Plastikbecher und Luftballons.

Mit der Farbe des Improvisationsbouncers lässt sich rudimentär Einfluss auf das Lichtergebnis nehmen. Weiße Materialien streuen das Licht lediglich in einem Farbton, wie ihn der Blitz liefert. In den allermeisten Situationen ist dies die beste Wahl. Mit farbigen Materialien lassen sich Akzente setzen und das Motiv dezent einfärben.

Für welches Material und welche Farbe man sich jedoch entscheidet, ist rein experimentell und hängt vom Anwendungszweck ab. Der Phantasie sind hierbei keine Grenzen gesetzt. Was letztendlich zählt, ist nur das Ergebnis. Der Weg dahin kann manchmal recht abenteuerlich sein!

Wie sich beispielsweise ein Luftballon auf den Blitz auswirkt, zeigt folgendes Video der Koldunov Brothers:

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