Rock Hard Festival 2018: Sonntag

Der Sonntag begann um 13 Uhr mit Memoriam. Einer Band, bestehend aus Mitgliedern von Benediction und Boltthrower. Gerade letztere waren – oder sind – eine meiner Lieblingsbands des Deathmetalgenres und so kam die Nachricht über den Tod des Drummers und der Auflösung von Boltthrower wie ein Schlag ins Gesicht.

Karl Willets von Memoriam

Doch hat Sänger Karl Willets die musikalischen Gefilde nicht verlassen und prustet seine Güterzugstimme nun bei Memoriam ins Mikro.

Da ich die Band auf dem letzten Summerbreeze verpasste, war es mir um so wichtiger, beim Rockhard Festival ganz vorne zu sein! Als Fotograf war ich dies im Fotograben, als Fan im Anschluss in der ersten Reihe. Da Memoriam jedoch nun die zweite Scheibe veröffentlicht haben, wurde zu Gunsten des eigenen Materials auf Zugaben aus den Boltthrowerarchiven verzichtet. Einerseits schade, andererseits muss man auch die Vergangenheit ablegen können, was Memoriam sehr gut gelingt.

Night Demon, Uli John Roth und Coroner wollte ich mir im Anschluss angucken, jedoch setzte ich Prioritäten zu Gunsten des Reallife-Social-Networkings, weshalb ich die Bands zwar nicht sehen, aber sehr gut Hören konnte. Night Demon sind sicherlich eine Empfehlung für Fans des klassichen Heavy Metals, der seit rund 10 Jahren seine, nicht abebben wollende, Renaissance erlebt. Hier werde ich definitiv am Ball bleiben.

Uli John Roth, der ehemalige Gitarist der Scorpions, der mit seiner Spezialgitarre jeden anderen Gitarristen in Sachen Virtuosität in Verbindung mit Tonumfang in den Schatten stellt, dudelte hippiesk vor sich hin. Gut, ich muss dazu sagen, dass ich mit der Musik eh nicht viel anfangen kann.

Anders hingegen bei Coroner, deren Thrashgeprügel den Nordsternpark erzittern ließ. Im Sound in etwa mit Sodom vergleichbar, statuierten sie ein Exempel für Metal made in Switzerland.

Als Sonntagsheadliner folgte um 21:30 Saxon. Was soll man dazu großartig sagen? NWOBHM-Bands gibt es viele, doch nur drei wirklich große: Iron Maiden, Judas Priest und.. eben Saxon.

Ich habe sie vor etlichen Jahren schon mehrfach auf anderen Festivals gesehen, bin aber eigentlich immer der Priest/Maiden-Typ gewesen. Wahrscheinlich bis zum Saxonauftritt auf dem diesjährigen Rockhard Festival. Das Highlight in Sachen Entertainment war die Kutte, die Plötzlich auf die Bühne geschmissen, und kurzerhand von Sänger Biff zum Bühnenoutfit erkoren wurde. Dumm nur, dass ich die Setlist nicht mehr zusammenkriege.. Dafür sind jedoch bei Saxon meine fotografischen Highlights des Festivals entstanden.

 

Hier geht’s zu den Fotos und Berichten der anderen beiden Festivaltage:

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2 Antworten

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