Zu Besuch bei den Uhus von Zeche Ewald

In der Hertener Zeche Ewald brüten mittlerweile regelmäßig Uhus. Auch in diesem Jahr ist der Nachwuchs ein Publikumsmagnet und weiß durch seine pure Anwesenheit zu begeistern. Seit Wochen, gar Monaten wird man im Netz täglich mit Fotos der Uhufamilie überflutet. Es war an der Zeit, dass ich mir selber einen Eindruck verschaffen musste.

Eigentlich rechnete ich damit, dass ich mich in Geduld hätte üben müssen, als ich an der Zeche ankam. Doch die Tatsache, dass man aus der Ferne schon Menschen mit übergroßen Teleobjektiven und Stativen sah, die eifrig fotografierten, bekräftigte mich in der Annahme, dass die Uhus wohl doch gar nicht so scheu sein sollten.

Am Malakoffturm angekommen, saßen auch schon zwei der – mittlerweile fast erwachsenen – Küken in einem Fenster im ersten Stockwerk und waren von den rund zwanzig Fotografen sicher genau so beeindruckt, wie umgekehrt. Ich weiß nicht, was mich mehr faszinierte: die Vögel oder die Tatsache, dass dort verhältnismäßig mehr Kameras anwesend waren, als am Rande eines Bundesligaspiels.. Da kam ich mir mit meinem 70-200er schon fast mickrig vor – doch was lächerlich klingt, war tatsächlich ein Manko: Aufgrund der doch recht hohen Distanz, bei der 200mm ein Tropfen auf den heißen Stein darstellten, waren Detailaufnahmen nicht drin.

Nichtsdestotrotz konnte ich einige gute Momente einfangen. Und ja, 600mm stehen schon lang auf der Wunschliste und werden diesem Sommer wohl realisiert. Bis dahin ist bei Wildlifeaufnahmen jedoch noch digitales Croppen angesagt.

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