Upgrade: Canon BP-300 – Batteriegriff für EOS 30

canon_bp_300_3

Ein Batteriegriff ist nicht nur praktisch, sondern für große Hände oftmals unabdingbar. Was bei kleinen Bodys, wie der EOS 700D zum absoluten Pflichtzubehör für große Hände gehört, kann bei größeren Kameras, wie der EOS 30 nicht verkehrt sein – von den Vorzügen in Sachen Stromversorgung ganz abgesehen.

Doch im Gegensatz zu Batteriegriffen für aktuelle Kameramodelle, findet man den BP-300 nicht mehr im Handel. Mit etwas Glück bieten die bekannten Auktionsseiten Anhaltspunkte, doch ist hier mit riesigen Preisspannen zu rechnen. Ein Vergleich lohnt sich immer, zumal der Zustand gebrauchter Geräte deutlich variiert.

Für läppische 28Euro fand ich bei Ebay einen sehr gut erhaltenen und vollfunktionsfähigen BP-300 – ein Gerät auf das ich schon längere Zeit spekulierte. Doch wie das Glück manchmal so spielt, stand der Artikel fast einen Monat nicht zum Verkauf, da der Händler verreist war. Mit routinierten Clicks prüfte ich Tag für Tag, ob die Kauffunktion wieder aktiviert war, doch vergingen fast vier Wochen, eh ich meinen Schnapper fangen konnte.

Als ich das Teil endlich in den Händen hielt, überkam mich eine Enttäuschung: im Gegensatz zum Body der EOS 30, der aus einem Alu-Kunststoffmix besteht und in Sachen Robustheit mit den Magnesiumlegierungen der einstelligen EOS-Klasse mithalten kann, ist der BP-300 aus recht günstig wirkendem Kunststoff gefertigt, der an der EOS 30 etwas verloren aussieht.

Doch fernab der Verarbeitung, erweitert der Batteriegriff die Kamera um Volumen, das für große Hände ein Segen bei der Bedienung sein kann. Sicherlich das Hauptaugenmerk, das für mich beim Kauf von Batteriegriffen zählt. Und Nebenbei lassen sich normale AA-Batterien/Akkus verwenden, ohne auf die teuren LiOn-Zellen zurückgreifen zu müssen – ein absolutes Argument auf Reisen. Falls dennoch LiOn-Zellen zum Einsatz kommen, passen diese ebenfalls in den Griff. Hier schiebt man lediglich einen Hebel um, mit dem zwei Kontakte aus dem Boden herausfahren und das Aufnahmefach für AA-Batterien um einige Millimeter verkürzen, damit die kleineren Lithiumzellen hineinpassen.

Da der BP-300 aus Plastik besteht, verleiht er der Kamera kein zusätzliches Gewicht – zumindest keine Summe, die bei knapp 1,5kg mit Objektiv, ins Gewicht fallen würde.

Ein weiterer Vorteil von Batteriegriffen: das Fotografieren im Hochformat wird bedeutend bequemer, da neben der Funktion als seitlicher Griff auch ein zusätzlicher Auslöser verfügbar ist, der wie der kamerainterne Auslöser verwendet werden kann. Lediglich ein Wahlrad, wie es am primären Auslöser zu finden ist, hätte den Umfang des BP-300 deutlich gesteigert und wird in manchen Situationen vermisst. Desweiteren: Fotografiert man mit dem Stativ, wird man sich sicherlich über die veränderte Position des Innengewindes für die Aufnahme der Wechselplatte wundern. Diese ist nun nicht mehr zentriert am Mittelpunkt der Kamera, sondern wenige cm versetzt.

 

Als Verfechter von Batteriegriffen kann ich trotz kleinerer Mankos auch beim BP-300 meine klare Empfehlung aussprechen. Solltest Du eine EOS 30 ohne Batteriegriff besitzen und rein zufällig einen finden: zuschlagen, solang die Teile noch verfügbar sind.

Das könnte Dich auch interessieren...

1 Antwort

  1. 30. April 2016

    […] dieser Kamera ist allerdings ein Batteriegriff (BP-300) verfügbar, der das Problem mit der Batterielasche dezimiert und die Laufzeit der Kamera […]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.