Robust und Standfest: Kamerastativ Cullmann Revomax 535M RW30

Lange schon war ich auf der Suche nach einem Nachfolger für mein wackeliges Alpha 2800 von Cullmann. Ein Plastikbomber, der unter vielen Namen im Handel erhältlich ist, jedoch als Einsteigerstativ zu solchen Zwecken gute Dienste leistete. Doch spätestens, als ich in diesem Jahr in die einstellige Canon EOS-Klasse gewechselt bin und meinen Objektivpark um mein erstes L-Objektiv erweiterte, war mir das Alpha 2800 zum einen nicht mehr würdig für diese Ausrüstung, sondern in erster Linie viel zu unsicher!

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Die Suche nach einem neuen Stativ dauerte Wochen. Dies lag nicht zuletzt auch an meinen Ansprüchen, die in ihrer Gesamtheit leider unrealistisch hoch gesteckt waren. Mein Idealstativ sollte natürlich mindestens 1,80m hoch sein, über einen 3-Wege Kopf aus Metall verfügen und eine 3kg schwere Kamera/Objektiv Kombination ohne knarzen und biegen tragen. Zudem sollte es leicht, klein und günstig sein.

Meine Fixierung auf ein 3-Wege System schränkte meine Suche schon ein wenig ein, da geschätzt 70% aller Modelle einen Kugelkopf besitzen. Auf den Komfort eines 3-Wege Systems wollte ich auf gar keinen Fall verzichten. Das Alpha 2800 lässt schon halbwegs erahnen, wie ein solcher Kopf funktionieren kann. Aufgrund der instabilen Bauart ist der dortige 3-Wege Kopf jedoch nur ein Appetithappen, der Hunger auf mehr macht.

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Ich liebäugelte dahingehend schon seit Langem mit dem Revomax 535M RW30 von Cullmann (dieses Mal ein echtes Cullmann und kein China-Lizenzbau!), das einen wirklich grandiosen 3-Wege Kopf aus Alu besitzt. Doch leider hielten mich Gewicht und Größe bislang immer vom Kauf ab. Jedoch: kaum ein anderes Stativ passte bis dato so gut in mein Raster, wie eben das 535M RW30.

Um mich kurz zu halten: nach langem Zögern kaufte ich mir dieses Stativ letzte Woche und bin begeisert!

Das Cullmann Revomax 535M RW30 ist eine stabile Metallkonstruktion aus Alu, die knapp 2,5kg auf die Waage bringt. Damit ist es alles andere als leicht und nicht mit mal eben an der filigranen Lasche am Rucksack fixiert. Jedoch spricht das Gewicht für Stabilität und Standsicherheit. Die Beine besitzen drei ausziehbare Segmente, die das Stativ auf eine Gesamthöhe von 1,64cm bringen. Eine ausziehbare Mittelsäule kann hier locker noch 30cm drauflegen. Zudem lässt sich die Mittelsäule komplett entnehmen und als eigenständiges Einbeinstativ nutzen. Der 3-Wege Kopf läuft geschmeidig und lässt sich bombenfest fixieren. Selbst in Positionen, in denen der Plastikkopf vom Alpha 2800 schon gefährlicher Torsion ausgesetzt war, kann der Metallkopf vom Revomax 535M RW30 nur lachen.

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Geliefert wird das Stativ mit einer kurzen Mittelsäule, mit der die Gesamthöhe des Statives auf knapp 25cm reduziert werden kann. Hierbei werden die Beine komplett abgespreizt, was in etwa an eine Spinne – wenn auch an eine dreibeinige – erinnert. Das Packmaß ist mit 57cm recht groß, jedoch noch im Bereich des Kompakten.

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Bei einem Preis von 100Eur im Einzelhandel und knapp zehn Euro weniger in einschlägigen Onlineshops, ist das Stativ ein wahres Schnäppchen. Der erste Eindruck ist äußerst wertig, die Standsicherheit sehr gut. Eine zehnjährige Herstellergarantie rundet das Angebot ab.

Worüber ich mich jedoch negativ äußern muss, ist die Verpackung. Die kurze Mittelsäule ist so ungünstig im Karton positioniert, dass sich der Metallkopf der Mittelsäule in ungünstigen Situationen in die Stativbeinde drücken kann. Im schlimmsten Falle sind die Beine dabei so eingedellt, dass sie sich nicht mehr ausfahren lassen. Von den optischen Mängeln ganz zu schweigen. Ein solches Montagsteil habe ich leider im Einzelhandel erworben. Also Augen auf und vorher lieber einen Blick in den Karton riskieren, eh man sich schwarz ärgert und ein defektes Produkt erwirbt!

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